Als am Samstag der türkische Premier Erdogan den s.g. Steiger Award verliehen bekommen sollte (Presse), formierte sich massiver Protest seitens Angehöriger von in der Türkei unterdrückten Minderheiten. Gemeinsam mit der AJB zeigten wir uns mit einem Fublatt solidarisch:
Solidarität mit den unterdrückten Bevölkerungsgruppen in der Türkei!
Wir, Bochumer AntifaschistInnen, solidarisieren uns mit den Protesten gegen den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan.
Am 17. März soll ihm in der Bochumer Jahrhunderthalle der Steiger Award für „Toleranz und Menschlichkeit“ verliehen werden. Dass einer Person, die für menschenverachtende Politik, Verfolgung von Minderheiten und Repression mit verantwortlich gemacht werden kann, ein Preis für „Toleranz und Menschlichkeit“ übergeben werden soll, ist unserer Meinung nach eine Unverschämtheit.
Die Türkei gehört seit Jahrzehnten zu den Ländern mit einer der höchsten Anzahlen von politischen Gefangenen. Hierbei werden die Gefangenen oftmals in menschenunwürdiger Isolationshaft gehalten und gefoltert. Da am 18. März der Tag der politischen Gefangen ist, ist es umso peinlicher, dass Erdogan dieser Award ein Tag vorher verliehen werden soll. (mehr…)
Nachdem es in letzter Zeit etwas ruhiger um die NPD in Bochum geworden ist, versammelten sich am Donnerstag ca. 25 Nazis in der City um ein Fanal gegen „Kinderschänder“ zu setzen. Spontan formierte sich Gegenprotest:
Bochum: NPD Kundgebung auf dem Husemannplatz
Am Donnerstag, den 09.02.2012, gegen 18:00 Uhr versammelten sich 25 Nazis aus dem Ruhrgebiet auf dem Husemannplatz in Bochum. Diese haben eine Kundgebung unter dem Motto „Gegen die Verharmlosung von Kindesmißbrauch – Höchststrafe für Sexualstraftäter“ abgehalten, jedoch blieb diese nicht lange ungestört. Grund für die Kundgebung war wohl ein Prozess bezüglich eines Sexualtäters vor dem Bochumer Amtsgericht. (mehr…)
Am vergangenen Samstag ist Klaus Kunold, der langjährige Vorsitzende der Bochumer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, verstorben. Wir möchten all seinen Freund_innen und allen, die lange Jahre mit ihm zusammengearbeitet haben, unser Beileid ausdrücken und dokumentieren einen Nachruf der VVN-BdA.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Bochum trauert um ihren Vorsitzenden Klaus Kunold, der am 26.11.2011 im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Die VVN-BdA und darüber hinaus die Stadt Bochum verlieren damit eine herausragende Persönlichkeit.
Klaus Kunold, dessen Kindheit und Jugend geprägt war vom Erleben des Faschismus, des Krieges und der Hungerjahre der Nachkriegszeit, setzte sich zeitlebens für die Verwirklichung des Buchenwald-Schwurs der überlebenden KZ-Häftlinge „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ ein. Für sein Eintreten gegen die Restauration und Remilitarisierung wurde er in der Adenauer-Ära mehrfach gemaßregelt und verfolgt. (mehr…)
Die Antifaschistische Jugend Bochum hat mit einer Kundgebung an den von Nazis ermordeten Josef Gera erinnert. Die Forderung nach einer Gedenkplatte wurde von Unbekannten erfüllt.
Dem Aufruf folgten am Montagabend etwa 40 AntifaschistInnen und so konnte vor Sonnenuntergang mit einigen Reden und angezündeten Kerzen (und einem massiven Polizeiaufgebot, dass sich dankenswerterweise zurückhielt) ein würdiges Gedenken begangen werden. Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir gegen 18 Uhr am Ort unserer Kundgebung eintrafen. Eine gut einzusehende Backsteinmauer am Zugang zum Westpark ziert nun eine Metallplatte zur Erinnerung an Josef Anton Gera, der vor 14 Jahren in der westlichen Innenstadt von zwei Nazis ermordet wurde. (mehr…)
Die Antifaschistische Jugend Bochum ruft zu einer Gedenkkundgebung für den von 1997 von Nazis ermordet Josef Gera auf und fordert eine Gedenkplatte:
– Kundgebung: Gegen rechte Gewalt und für die Würde der Opfer -
Am 17. Oktober werden wir, wie in den letzten Jahren (http://ajb.blogsport.de/josef-anton-gera/), Josef Anton Gera und allen anderen Opfern rechter Gewalt gedenken. Anders, als in den letzten Jahren, werden wir nicht in Form einer Demonstration durch die Innenstadt ziehen, sondern uns am Eingang zum Westpark (Haltestelle Jacob-Meyer-Straße/Jahrhunderthalle) um 18 Uhr versammeln; in unmittelbarer Nähe der Kruppbrache, wo Josef Gera am 17. Oktober 1997 zwei schwulenfeindlichen Rechtsradikalen zum Opfer fiel. Vor dem Hintergrund des Todestags von Gera wollen wir erklären, warum eine alljährliche Zusammenkunft zur Würdigung von Opfern rechter Gewalt wichtig ist und welche Bedeutung das Erinnern für eine antifaschistische Bewegung hat. (mehr…)