Am 12. Januar versammelten sich Aktivist_innen aus verschiedenen Zusammenhängen in der Bochumer Innenstadt, um auf das skandalöse Vorgehen der Dessauer Polizei und den Fall Oury Jalloh aufmerksam zu machen
Im Ruhrgebiet gegen rassistische Repression in Dessau
…Widerstand an jedem Ort!
Als Reaktion auf den brutalen Polizeiangriff auf die jährliche Gedenkdemo für Oury Jalloh, die letzten Samstag in Dessau stattfand, versammelten sich in Bochum am frühen Donnerstagabend (12.1.) etwa 30 Aktivist_innen in der Innenstadt mit 1000 Flugblättern und Transparenten, um diesen beispiellosen Akt der Repression anzuprangern.
Zunächst verteilten sich alle in den Einkaufsstraßen zwischen Rathaus und Bermuda-Dreieck, um mit den Flugblättern einzelne Passant_innen zu erreichen. Binnen einer dreiviertel Stunde waren alle Flugblätter verteilt. Es versammelten sich alle erneut, packten die Transpis aus und zogen in einer geschlossenen Demonstration zum Bochumer Hauptbahnhof. Gegen 19 Uhr war die Aktion beendet (mehr…)
Für den 14. Januar rufen verschiedene Gruppen zu einer Demo in Gedenken an Mohammad Sillah auf:
Samstag, 14. Januar 2012 – Remscheid Hauptbahnhof
ab 15:00 Uhr Kundgebung
16:00 Uhr Beginn Demonstration
Anlässlich des fünften Todestages von Mohammad Sillah rufen wir zu einer Demonstration in Remscheid auf. Wir wollen auf die Situation der Flüchtlinge in Remscheid und vor allem auf die gesundheitliche Unterversorgung hinweisen. Durch die Demonstration werden wir den Protest der Remscheider Flüchtlinge würdigen und stärken. Seit Mohammad Sillahs Tod haben sie durch kontinuierlichen und hartnäckigen Protest stückweise ihre Isolation durchbrochen und Erfolge erzielt. (mehr…)
Am kommenden Freitag führt das Transnationale Aktionsbündnis eine Veranstaltung im Sozialen Zentrum Bochum durch. Zwei Aktivist_innen der Bamako-Dakar-Karawane berichten über ihre Erlebnisse.
Durch der arabischen Frühling und den Krieg in Lybien rückt die Lage von Flüchtlinge und Migrant_innen in Nordafrika und damit das EU-Migrationsregime mit seinen tödlichen Folgen in das Licht der Öffentlichkeit. Dazu gehört auch die weit vor die Grenzen Europas vorverlegte Migrationskontrolle. In diesem Konzept übernehmen nordafrikanische Transit-Staaten die Rolle der „Torwächter“ für die EU.
Das Besondere der Karawane war nicht allein diese politische Reise von 200 Afrikaner_innen durch Afrika, sondern die Teilnahme von 50 Aktivist_innen aus Europa. Es waren Flüchtlinge und Migrant_innen dabei, die das europäische Grenz-, Lager- und Abschiebe-Regime am eigenen Leib durchlebt haben und erfolgreich dagegen kämpfen konnten. (mehr…)
Am vergangenen Samstag fand eine Kundgebung im Rahmen der Kampagne „war starts here“ und der Mobilisierung gegen die Afghanistan-Konferenz in Bonn statt. Circa 40 Teilnehmer_innen versammelten sich vor der Deutschland-Zentrale des transnationalen Ölkonzerns „beyond petroleum“ (BP) in Bochum, um auf die Verstrickung des Konzerns in den Irak-Krieg hinzuweisen. Darüber hinaus sollte zum internationalistischen Block auf der Demo gegen die NATO-Afghanistan-Konferenz am 3. Dezember in Bonn mobilisiert werden. (mehr…)
Gestern fand unsere Veranstaltung zu den kommenden Anti-NATO-Protesten in Bonn und den damit verbundenen „War starts here“-Aktionen statt. Drei Leute von unserer Gruppe referierten zum Konflikt in Afghanistan und der NATO-Intervention, zu den Wandlungen des kapitalistischen Imperialismus seit Anfang des 20. Jahrhunderts und zum „ideellen Gesamtimperialismus“ der NATO seit den 90ern. Danach wurde über die kommende Kampagne und praktische Aktionen – wie zum Beispiel die Kundgebung gegen BP nächsten Samstag – gesprochen. Am Ende diskutierten die 25 Teilnehmer_innen noch über den Afghanistan-Einsatz und die Positionierung einer radikalen Linken.