Nach dem Scheitern der Gespräche zwischen den mit dem Bildungssystem unzufriedenen Studenten und der Regierung haben sich in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile erneut Studenten formiert und demonstriert; die Proteste waren vor einigen Wochen aufgrund von Gesprächsangeboten seitens der Regierung unterbrochen worden.
Die Polizei attackierte die Demonstranten mit harten Mitteln wie u.a. Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken.
Wegen der ausgearteten Polizeigewalt hat die Stundentenbewegung am 19. Oktober zu einem Generalstreik aufgerufen. Jeder, der gegen Repression sei, solle am 19. Oktober seine Arbeit niederlegen, sagte der Gewerkschaftschef Arturo Martinez. (mehr…)
Archiv der Kategorie 'Soziale Kämpfe'
Am 1. Mai 1886 demonstrierten Chicagoer Arbeiter_innen für die Durchsetzung des Achtstundentages. Es folgte ein Mehrtägiger Streik in dessen Rahmen am 3. Mai die Polizei zwei Demonstranten tötete. Dies hatte gewaltsame Auseinandersetzungen zur Folge im Rahmen derer sieben Polizisten und über 20 Arbeiter_innen starben. Die acht Organisatoren der Kundgebung, die Anarchisten waren, wurden festgenommen. Vier von ihnen wurden hingerichtet, einer beging Selbstmord. Seit 1890 demonstrieren Menschen weltweit am 1. Mai im Gedenken an die Opfer aus Chicago zum internationalen Kampftag der Arbeiter_innenklasse.
1933 führte Adolf Hitler den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag ein. Unter den Nazis wurde der 1. Mai vom Kampftag der Arbeiter_innenklasse zum „Tag der nationalen Arbeit“. Statt um Klassenkampf und die internationale Verteidigung menschlicher Lebensinteressen gegen das Kapital, sollte es darum gehen die deutsche „Volksgemeinschaft“ zusammen zu schweißen und gemeinsam, der „schaffenden“ deutschen Arbeit zu huldigen, die gegen das „raffende“, als jüdisch identifizierte, internationale Finanzkapital zu verteidigen wäre.
Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde der 1. Mai schließlich zum „Tag der Arbeit“. Der völkische Bezug fiel weg, die Kontinuität stellt bis heutige die Huldigung der abstrakten Arbeit dar. In der bürgerlichen Ideologie kreist alles um die Arbeit, die als Selbstzweck einen moralischen Wert darstellt. Die mögliche Befreiung von der Arbeit durch die Steigerung der Produktivkräfte wird in dieser Ideologie als Bedrohung und nicht als Verheißung wahrgenommen. Für uns ist und bleibt der 1. Mai jedoch der internationale Kampftag der Arbeiter_innenklasse. Wir scheißen auf Arbeit, Staat und Kapital und setzen uns für unsere eigenen Lebensinteressen und für die befreite Gesellschaft ein.
Klassenkampf statt Volksgemeinschaft!
Heraus zum revolutionären 1. Mai!
Für den Kommunismus!
Wir dokumentieren hiermit einen Aufruf zu einer Diskussionsveranstaltung über die geplante Schließung eines Essener Jugendzentrums.
Keine Schließung von Kinder- und Jugendeinrichtungen in Essen!
Das zentrale Jugendzentrum Papestraße soll geschlossen werden. Ersatz hierfür soll in der Weststadthalle geschaffen werden, die jedoch mehr ein Ort für Veranstaltungen ist und nur wenigen Gruppen Platz bietet.
…Wir sagen: die Weststadthalle ist kein Ersatz. Mit dem JZE verschwindet eine kontinuierliche pädagogische Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Holsterhausen und darüber hinaus. Das wird Auswirkungen haben, deren Ausmaß noch nicht absehbar ist.
Immer mehr Freizeitmöglichkeiten kosten Geld, das schließt viele Familien aus sozialen Gründen davon aus. Kinder und Jugendliche finden kaum noch verlässliche Ansprechpartner, die sich um ihre Sorgen und Belange kümmern. Die soziale und kulturelle Einrichtung Papestraße bietet ein warmes Mittagessen für kleines Geld, Kultur, die sich alle leisten können, Bildungsarbeit für alle Interessierten. Ein geeigneter Raum für alle Generationen und Nationalitäten. (mehr…)

