Radikale Linke Bochum http://rlbo.blogsport.de Für das Einfache, das schwer zu machen ist! Mon, 19 Mar 2012 01:59:15 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Freitag: Veranstaltung zu M31 http://rlbo.blogsport.de/2012/03/19/freitag-veranstaltung-zu-m31/ http://rlbo.blogsport.de/2012/03/19/freitag-veranstaltung-zu-m31/#comments Mon, 19 Mar 2012 00:47:30 +0000 Administrator Allgemein http://rlbo.blogsport.de/2012/03/19/freitag-veranstaltung-zu-m31/ m31Diesen Freitag präsentieren wir euch gemeinsam mit der KGB einen Vortrag zum M31 – Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus. Ein Vertreter des „…ums ganze!“-Bündnisses wird über die Hintergründe, sowie die geplanten Aktionen selber berichten. Los gehts um 20 Uhr im Sozialen Zentrum. Kommt Zahlreich!

call for action:

Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise in der EU (und global) zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus in Europa zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit diesem Drohszenario werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die Herrschenden in der EU, ihren Mitglieds- und Beitrittsstaaten setzen auf mehr „Wettbewerb“ und einen brutalen Sparkurs, um das „Vertrauen“ und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Für einen Großteil der Bevölkerung bedeutet dies eine zunehmende Verarmung und Verschärfung ihrer Lebensbedingungen. Es zeigt sich: Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft! more

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Solidarität mit den unterdrückten Bevölkerungsgruppen in der Türkei! http://rlbo.blogsport.de/2012/03/19/solidaritaet-mit-den-unterdrueckten-bevoelkerungsgruppen-in-der-tuerkei/ http://rlbo.blogsport.de/2012/03/19/solidaritaet-mit-den-unterdrueckten-bevoelkerungsgruppen-in-der-tuerkei/#comments Mon, 19 Mar 2012 00:25:45 +0000 Administrator Antifaschismus http://rlbo.blogsport.de/2012/03/19/solidaritaet-mit-den-unterdrueckten-bevoelkerungsgruppen-in-der-tuerkei/ Als am Samstag der türkische Premier Erdogan den s.g. Steiger Award verliehen bekommen sollte (Presse), formierte sich massiver Protest seitens Angehöriger von in der Türkei unterdrückten Minderheiten. Gemeinsam mit der AJB zeigten wir uns mit einem Fublatt solidarisch:

Solidarität mit den unterdrückten Bevölkerungsgruppen in der Türkei!

Wir, Bochumer AntifaschistInnen, solidarisieren uns mit den Protesten gegen den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan.
Am 17. März soll ihm in der Bochumer Jahrhunderthalle der Steiger Award für „Toleranz und Menschlichkeit“ verliehen werden. Dass einer Person, die für menschenverachtende Politik, Verfolgung von Minderheiten und Repression mit verantwortlich gemacht werden kann, ein Preis für „Toleranz und Menschlichkeit“ übergeben werden soll, ist unserer Meinung nach eine Unverschämtheit.
Die Türkei gehört seit Jahrzehnten zu den Ländern mit einer der höchsten Anzahlen von politischen Gefangenen. Hierbei werden die Gefangenen oftmals in menschenunwürdiger Isolationshaft gehalten und gefoltert. Da am 18. März der Tag der politischen Gefangen ist, ist es umso peinlicher, dass Erdogan dieser Award ein Tag vorher verliehen werden soll.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Organisatoren des Steiger Awards Preise an Menschen vergeben, die nur mit ihrer Bekannheit, aber definitiv nicht mit „Toleranz und Menschlichkeit“ glänzen können. Bereits im Jahr 2007 zeigten die Organisatoren des Awards, welchen Leuten sie bereit sind, Preise zu verleihen: damals wurde der Preis an den korrupten und von der NATO eingesetzten afghanischen Präsidenten Hamid Karzai verliehen. Dass dieses Jahr Gerhard Schröder die Laudatio für Erdogan hält, passt ins Bild, zumal dieser bereits in der Vergangenheit gezeigt hat, dass er zu autoritären und repressiven Regierungen – siehe Putin – beste Kontakte pflegt. Aus diesem Grund ist es nötig, die Organisation des Steiger Awards als Ganzes zu kritisieren.
Heute geht es darum, sich mit den unterdrückten und verfolgten Minderheiten in der Türkei solidarisch zu zeigen und den Anlass zu nutzen, um auf die menschenverachtende Politik Erdogans und anderer türkischer Nationalisten aufmerksam zu machen.

Hierbei springt natürlich zunächst der Kurdistan-Konflikt in die Augen. Die türkische Armee ist während der Amtszeit von Erdogan immer wieder gegen die kurdische Bevölkerung vorgegangen. So bombadierte z.B. im Dezember 2007 die türkische Armee den Nordirak, wo viele Kurden leben. Auch im Dezember 2011 starben 35 Personen, die zwischen 15 und 19 Jahren alt waren, durch Bombadierungen seitens der türkischen Armee. Dabei handelte es sich lediglich um Jugendliche, die Diesel aus dem Irak in die Türkei schmuggelten, um ihr Einkommen zu sichern. Doch nicht nur bezüglich des Kurdistan-Konflikts ist Erdogan ein Hardliner, auch weigert er sich weiterhin den Völkermord im Ersten Weltkrieg an den Armeniern anzuerkennen und leugnet diesen vehement. Diversen JournalistInnen, MenschenrechtlerInnen und andere KritikerInnen werden in der Türkei Prozesse gemacht, weil ihnen „Beleidigung des Türkentums“ vorgeworfen wird. Diese Gesetzgebung dient der türkischen Regierung dazu, die Meinungs- und Pressefreiheit einzuschränken. Gerade wenn es um AlevitInnen, KurdInnen, ArmenierInnen und andere Minderheiten in der Türkei geht, wird die Meinungsfreiheit mit Füßen getreten. Wir beteiligen uns an den Protesten, um deutlich klarzustellen, dass Erdogan kein Verfechter von „Toleranz und Menschlichkeit“ ist, sondern einen autoritären, nationalistischen Staat vertritt, der Menschenrechte mit Füßen tritt.

Freiheit für die politischen Gefangen in der Türkei!
Antifa Genclik Enternasyonal!
Hoch die Internationale Solidarität!

Antifaschistische Jugend Bochum

Radikale Linke Bochum

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Selbstmord in Flüchtlingsheim http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/selbstmord-in-fluechtlingsheim/ http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/selbstmord-in-fluechtlingsheim/#comments Tue, 14 Feb 2012 14:51:10 +0000 Administrator Interessant http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/selbstmord-in-fluechtlingsheim/ Antira: Schon wieder Selbstmord in deutscher Flüchtlingsunterkunft mehr…

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Protest gegen NPD Kundgebung http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/protest-gegen-npd-kundgebung/ http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/protest-gegen-npd-kundgebung/#comments Tue, 14 Feb 2012 14:33:01 +0000 Administrator Antifaschismus http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/protest-gegen-npd-kundgebung/ Nachdem es in letzter Zeit etwas ruhiger um die NPD in Bochum geworden ist, versammelten sich am Donnerstag ca. 25 Nazis in der City um ein Fanal gegen „Kinderschänder“ zu setzen. Spontan formierte sich Gegenprotest:

Bochum: NPD Kundgebung auf dem Husemannplatz

Am Donnerstag, den 09.02.2012, gegen 18:00 Uhr versammelten sich 25 Nazis aus dem Ruhrgebiet auf dem Husemannplatz in Bochum. Diese haben eine Kundgebung unter dem Motto „Gegen die Verharmlosung von Kindesmißbrauch – Höchststrafe für Sexualstraftäter“ abgehalten, jedoch blieb diese nicht lange ungestört. Grund für die Kundgebung war wohl ein Prozess bezüglich eines Sexualtäters vor dem Bochumer Amtsgericht.

Verlauf des Abends:

Nach gut einer halben Stunde waren um die 20 AntifaschistInnen vor Ort, welche lautstark gegen die Nazis protestierten und pöbelten.
Nachdem die Kundgebung begonnen hatte, wagte sich das Gelsenkirchener NPD Mitglied Dennis Bruglemanns an das Megafon. Die Rede konnte leider nicht gestört werden, da zu diesem Zeitpunkt noch keine GegendemonstrantInnen vor Ort waren. Kurz bevor der „NPD Referent“ Markus Schumacher das Wort ergriff, erschien die erste Gruppe von rund 5 AntifaschistInnen. Diese grölten die üblichen Parolen und forderten Schumacher in einer unfreundlichen und bestimmenden Art und Weise dazu auf doch die Fresse zu halten. Währenddessen wurden einige wenige Exemplare von „Kein Bock auf Nazis“-Zeitungen verteilt und ein Transparent entrollt. Danach hielt der NPD Kreisvorsitzende aus Essen, Marcel Haliti, eine Rede.

In dieser Zeit wuchs die Zahl der Antifas auf ca. 20 an, welche aber kurzzeitig immer wieder von vorbeilaufenden Passanten unterstützt wurden, so schwankte die Anzahl der Gegenprotestlern zwischen 20 und 30 Personen. Es kam auch ein zweites Transparent hinzu, welches sich gegen die Nazis richtete.

Nachdem Claus Cremer, der Landesvorsitzende der NPD-NRW, das Wort ergriffen hatte, bekam Dennis Bruglemanns ein zweites Mal die Möglichkeit seinen geistigen Müll zum Ausdruck zu bringen. Er versuchte wohl auf Verständnis auf Seiten der AntifaschistInnen zu stoßen, da sie ja diesmal nicht gegen sogenannte „kriminelle Ausländer“ protestieren würden, sondern gegen Kinderschänder. Dies löste auf Seiten der AntifaschistInnen nur Gelächter und weitere „Halt die Fresse“ Rufe aus.

Auf die Zwischenrufe der Antifas, dass ihr Kamerad Andre Zimmer, der nach Sachsen-Anhalt in ein „betreutes Wohnprojekt“ geschickt wurde, Kinderpornos auf seinem Handy und deshalb ein Verfahren hatte, wollten die Nazis nicht eingehen. Die Aussenwirkung der Nazis war alles in allem relativ schlecht. Sie konnten zwar auf dem durch die Polizei gut abgeriegelten Husemannplatz stehen, jedoch lief zu diesem Zeitpunkt aufgrund der Kälte und der eintretenden Dunkelheit kaum jemand vorbei. Sie konnten genau 1 Flugblatt verteilen. Die Polizei-Präsens schien außerdem die PassantInnen abzuschrecken.

Weitere Nazis:

Neben den bereits erwähnten Nazis war auch Christopfer Krumtünger aus Bochum vor Ort. Dieser taucht in letzter Zeit immer häufiger auf Veranstaltungen und Aktionen der NPD aus Bochum auf. So war dieser bereits Ende Januar bei einem NPD Stand in Wattenscheid Höntrop dabei. Doch schon 2010 und 2011 wurde er bei Nazikundgebungen in Bochum und Wattenscheid gesichtet. Doch nicht nur Kundgebungen der NPD Bochum/Wattenscheid supportet Krumtünger, sondern auch Demonstrationen im restlichen Ruhrgebiet. So lief er im letzten September am „nationalen Antikriegstag“ mit einer Reichsfahne durch die Dortmunder Nordstadt. Er verkehrt sehr häufig am Bochumer Hauptbahnhof. Hier scheint dieser auch vereinzelt Jugendliche/Freunde für Nazidemos anzuwerben. So wurden Einzelpersonen, die am Bochumer Haubtbahnhof abhängen z.B. auf einer Nazidemonstration in Hamm Anfang Oktober gesichtet.

Auch anwesend war Daniel Ewers aus Bochum Langendreer. Ob dieser immer noch in Langendreer wohnt ist unklar, da er sein Wohnort anscheind gewechselt hat. Auf seine Kappe gehen wohl meherer Naziübergriffe, die in Langendreer in den letzten Monaten verübt wurden. „Muskelmann-Lars“ aus Essen war ebenfalls Teilnehmer der Kundegebung. Auch zu erwähnen ist, dass der bereits erwähnte Markus Schumacher sich wohl wieder an der Ruhruniversität eingeschrieben hat. Dieser wurde mehrmals an den G-Gebäuden der Ruhr-Uni gesichtet.

Gegen kurz vor 20:00 Uhr beendete der Anmelder Claus Cremer die Kundgebung und ca. 10-15 Nazis wurden unter Polizeischutz zum Bochumer Hauptbahnhof gebracht und stiegen in eine Regionalbahn in Richtung Essen. Der Bochumer und Gelsenkirchener Anhang ist wohl mit dem Auto abgereist.

Fazit
Mensch kann durchaus sagen, dass trotz der Kälte und der kurzfristigen Info über die Nazikundgebung der Abend recht zufriedenstellend endete. Die meisten Reden der Nazis wurden gestört und die Stimmung der Antifas und der BürgerInnen, die sich kurzfristig angeschlossen hatten, war gut.

Leider war so kurzfristig kein weiteres Material in Form von Flugblättern oder „Kein Bock auf Nazis“ Zeitungen zu organisieren, sodass nur einige wenige Zeitungen an die BürgerInnen verteilt wurden.

Nachdem im letzten Jahr zwei Nazi Kundgebungen vor dem Bochumer Hauptbahnhof stattfanden, wovon eine leider gar nicht gestört werden konnte und die zweite nur auf wenig Gegenprotest stieß, kann mensch hoffen, dass es dieses Jahr vielleicht wieder besser läuft, was spontane Nazistände und Kundgebungen angeht. Unproblematisch können Nazis jedoch in Wattenscheid Stände durchführen. Diese werden meistens nicht gestört und somit muss auch das Vorgehen in Wattenscheid verbessert werden.

Kein Fußbreit den Faschisten!
Weder in Bochum, noch anderswo!

Bilder und Links
Antifaschistische Jugend Bochum

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Nachtrag: Soliaktion zu Dessau http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/nachtrag-soliaktion-zu-dessau/ http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/nachtrag-soliaktion-zu-dessau/#comments Tue, 14 Feb 2012 13:58:13 +0000 Administrator Internationalismus/Antira http://rlbo.blogsport.de/2012/02/14/nachtrag-soliaktion-zu-dessau/ Am 12. Januar versammelten sich Aktivist_innen aus verschiedenen Zusammenhängen in der Bochumer Innenstadt, um auf das skandalöse Vorgehen der Dessauer Polizei und den Fall Oury Jalloh aufmerksam zu machen

Im Ruhrgebiet gegen rassistische Repression in Dessau
…Widerstand an jedem Ort!

Als Reaktion auf den brutalen Polizeiangriff auf die jährliche Gedenkdemo für Oury Jalloh, die letzten Samstag in Dessau stattfand, versammelten sich in Bochum am frühen Donnerstagabend (12.1.) etwa 30 Aktivist_innen in der Innenstadt mit 1000 Flugblättern und Transparenten, um diesen beispiellosen Akt der Repression anzuprangern.

Zunächst verteilten sich alle in den Einkaufsstraßen zwischen Rathaus und Bermuda-Dreieck, um mit den Flugblättern einzelne Passant_innen zu erreichen. Binnen einer dreiviertel Stunde waren alle Flugblätter verteilt. Es versammelten sich alle erneut, packten die Transpis aus und zogen in einer geschlossenen Demonstration zum Bochumer Hauptbahnhof. Gegen 19 Uhr war die Aktion beendet

Die Parolen und das Transpi mit der Aufschrift „Oury Jalloh, das war Mord“ sollten der Öffentlichkeit klar machen, dass erstens: auch sieben Jahre nach dem grausamen Tod von Oury Jalloh immer noch viele Menschen sich nicht mit den Ergebnissen der offiziellen Ermittlung zufrieden geben. Und dass sich zweitens: das Verlangen nach Wahrheit und Gerechtigkeit nicht einfach mundtot prügeln lässt, wie es die Bullen am letzten Samstag in Dessau versucht haben. Unsere Aktion war daher auch als Signal der Solidarität für den Kampf um Aufklärung, Gerechtigkeit und Entschädigung gedacht.

Was wir in unserem Flugblatt ebenfalls zu vermitteln versuchten, ist, dass durch die immer noch unermessliche Geschichte eines neonazistischen Mordkommandos der dünne Schleier einer als „weltoffenen“ und „aufgeklärten“ Bürgergesellschaft verstandenen Bundesrepublik Deutschland nun regelrecht aufgewirbelt wurde. Und dass wir als Teil der Mehrheitsgesellschaft vor dem Hintergrund, dass die staatlichen Behörden den Blick nur allzu gern abgewendet haben, unseren umso mehr auf Vorgänge richten sollten, wie zum Beispiel die Stürmung zweier Übergangsquartiere für Flüchtlinge in Wattenscheid am Neujahrsmorgen (Artikel in der BSZ)

Aus dem selben Grund riefen im Flugblatt dazu auf, am Samstag, den 14.1. an der Demonstration für Mohammad Sillah in Remscheid teilzunehmen.

Deutschland, ein rassistischer Sumpf: trocknen wir ihn aus!

Antirassist_Innen und Antifaschist_Innen aus dem Ruhrgebiet


Weiter Bilder und Links

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Zeitleiste zum »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) Info http://rlbo.blogsport.de/2012/01/04/zeitleiste-zum-nationalsozialistischen-untergrund-nsu-info/ http://rlbo.blogsport.de/2012/01/04/zeitleiste-zum-nationalsozialistischen-untergrund-nsu-info/#comments Wed, 04 Jan 2012 16:41:00 +0000 Administrator Interessant http://rlbo.blogsport.de/2012/01/04/zeitleiste-zum-nationalsozialistischen-untergrund-nsu-info/ Nazis: Zeitleiste zur NSU mehr…

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Demo in Gedenken an Mohammad Sillah http://rlbo.blogsport.de/2012/01/04/demo-in-gedenken-an-mohammad-sillah/ http://rlbo.blogsport.de/2012/01/04/demo-in-gedenken-an-mohammad-sillah/#comments Wed, 04 Jan 2012 16:25:02 +0000 Administrator Allgemein Internationalismus/Antira http://rlbo.blogsport.de/2012/01/04/demo-in-gedenken-an-mohammad-sillah/ Für den 14. Januar rufen verschiedene Gruppen zu einer Demo in Gedenken an Mohammad Sillah auf:

Samstag, 14. Januar 2012 – Remscheid Hauptbahnhof
ab 15:00 Uhr Kundgebung
16:00 Uhr Beginn Demonstration

Anlässlich des fünften Todestages von Mohammad Sillah rufen wir zu einer Demonstration in Remscheid auf. Wir wollen auf die Situation der Flüchtlinge in Remscheid und vor allem auf die gesundheitliche Unterversorgung hinweisen. Durch die Demonstration werden wir den Protest der Remscheider Flüchtlinge würdigen und stärken. Seit Mohammad Sillahs Tod haben sie durch kontinuierlichen und hartnäckigen Protest stückweise ihre Isolation durchbrochen und Erfolge erzielt.

Wir haben in den vergangenen Jahren hier in Remscheid erlebt, dass der Zusammenhalt der Flüchtlinge die Stadtverwaltung Remscheid dazu brachte, einige ihrer Zermürbungsinstrumente zurückzunehmen. So wurde durch den ersten offenen Brief der Flüchtlinge vom Januar 2009 die menschenverachtende Praxis des Sozialamtes Remscheid für die Öffentlichkeit sichtbar. Die Anwesenheitskontrollen finden nicht mehr täglich sondern wöchentlich statt, „im Regelfall“ gibt es Bargeld statt Gutscheine und Krankenscheine für drei Monate.

Trotzdem werden die Ausgrenzung und auch die gesundheitliche Unterversorgung in Remscheid weitergeführt. Viele können nicht den Arzt aufsuchen, den sie brauchen; psychisch kranke Menschen werden allein gelassen und sind von ihren Nachbarn im Flüchtlingsheim abhängig; immer noch weigern Hausmeister sich, in Notfällen einen Krankenwagen zu rufen. Das Lagerleben und das Arbeitsverbot machen die Menschen zusätzlich krank.

In diesem Jahr wurden wieder Flüchtlinge aus Remscheid abgeschoben. Die Abschiebung von Herrn Hari Dhatt Batt konnte nur verhindert werden, weil seine Freunde und die Öffentlichkeit sich einschalteten. Syrische und afghanische Flüchtlinge, die seit mehr als 10 Jahren hier leben, dürfen nicht hier in Sicherheit und Frieden leben und müssen in Flüchtlingsheimen wohnen. Obwohl in diesen Ländern Krieg oder Verfolgung an der Tagesordnung sind, wird diesen Menschen das Recht auf Leben in Remscheid verwehrt.

Die Demonstrationen in Remscheid legen den staatlichen Ausschluss von Flüchtlingen der Gesellschaft offen. Nicht erst durch Sarrazin oder der Morde durch die NSU ist das rassistische Gesicht des deutschen Staates uns bekannt geworden. Die Toten mahnen uns. Mohammad Sillah durch seine Lieder, Oury Jalloh durch seine Schreie aus der Dessauer Polizeizelle und Christy Schwundeck aus dem „Jobcenter“ in Frankfurt.

Wir fordern daher alle auf, aktiv gegen Ausschluss und Erniedrigung von Menschen einzutreten und den Kampf der Flüchtlinge für ihre Würde und für das Recht auf Leben zu unterstützen.

In Gedenken an Mohammad Sillah,
Oury Jalloh und alle Opfer der rassistischen Staatsgewalt!
Der Spaltung der Gesellschaft von oben
setzen wir Solidarität und Zusammenhalt entgegen!
Für eine Gesellschaft ohne Rassismus, Ausbeutung und Kriege!

Es rufen auf:
antirassistische perspektive mh/ruhr
Antifa Velbert
Autonome Antifa Remscheid
KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Transnationales Aktionsbündnis Bochum/Dortmund
Antifaschistische Jugend Bochum

Bericht von der Demo vom 14. Januar 2011
und Hintergrundinformationen findet ihr unter:
http://thecaravan.org/node/2732

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Klaus Kunold ist tot http://rlbo.blogsport.de/2011/11/29/klaus-kunold-ist-tot/ http://rlbo.blogsport.de/2011/11/29/klaus-kunold-ist-tot/#comments Tue, 29 Nov 2011 10:18:46 +0000 Administrator Antifaschismus http://rlbo.blogsport.de/2011/11/29/klaus-kunold-ist-tot/ Am vergangenen Samstag ist Klaus Kunold, der langjährige Vorsitzende der Bochumer Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, verstorben. Wir möchten all seinen Freund_innen und allen, die lange Jahre mit ihm zusammengearbeitet haben, unser Beileid ausdrücken und dokumentieren einen Nachruf der VVN-BdA.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Kreisvereinigung Bochum trauert um ihren Vorsitzenden Klaus Kunold, der am 26.11.2011 im Alter von 79 Jahren gestorben ist. Die VVN-BdA und darüber hinaus die Stadt Bochum verlieren damit eine herausragende Persönlichkeit.

Klaus Kunold, dessen Kindheit und Jugend geprägt war vom Erleben des Faschismus, des Krieges und der Hungerjahre der Nachkriegszeit, setzte sich zeitlebens für die Verwirklichung des Buchenwald-Schwurs der überlebenden KZ-Häftlinge „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ ein. Für sein Eintreten gegen die Restauration und Remilitarisierung wurde er in der Adenauer-Ära mehrfach gemaßregelt und verfolgt.

Eine (späte) Würdigung fand erst im Jahre 2008 statt, als er von der Stadt Bochum mit der Verleihung der Ehrenplakette der Stadt geehrt wurde.

Mit gr0ßem Engagement setzte sich Klaus Kunold für Abrüstung und für die Entspannungspolitik sowie gegen den aufkeimenden Neonazismus ein.

1984 wurde Klaus Kunold zum Vorsitzenden der VVN-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten in Bochum gewählt und hat seitdem große Verdienste bei der Weitergabe der Erfahrungen über den antifaschistischen Widerstandskampf erworben.

Die Darstellung der Verfolgung der Juden in Bochum und Wattenscheid und das Eintreten für die Schaffung eines neuen jüdischen Gemeindezentrums waren ihm ein großes politisches aber auch persönliches Anliegen. Ebenso setzte er sich ein für die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und für die verfolgten und ermordeten Sinti und Roma.

Klaus Kunold veröffentlichte zu diesen Themen zahlreiche Artikel, Aufsätze und Buchbeiträge. Dass an öffentlichen Gebäuden und Plätzen in Bochum an den Widerstand und die Verfolgung mit Gedenk- und Hinweistafeln erinnert wird, ist auch sein Verdienst. Die Verwirklichung des Gedenkortes „Saure Wiesen“ zum Ende diesen Jahres ist auch durch sein drängendes Beharren zu Stande gekommen.

Bis in seine letzten Lebenstage war Klaus Kunold in der VVN-BdA aktiv und zeigte sich entsetzt über das jüngst sichtbar gewordene Ausmaß des rechten Terrors und das Versagen des Staates, die Menschen und besonders die MigrantInnen unseres Landes vor der Gewalt von Neonazis und Rassisten zu schützen.

Klaus Kunold war seinen Mitmenschen gegenüber offen und unvoreingenommen. Durch seinen respektvollen, hilfsbereiten und menschlichen Umgang wurden er und seine Einschätzungen auch außerhalb der VVN-BdA und von politisch anders Denkenden wertgeschätzt.

Der Mensch Klaus Kunold wird uns ebenso fehlen wie seine Stadtrundgänge, seine Reden auf Veranstaltungen und Kundgebungen, sein Wissen, seine Ratschläge und Meinungen.

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Zweitausend Kilometer für Bewegungsfreiheit – Für das Recht zu gehen und für das Recht zu bleiben http://rlbo.blogsport.de/2011/11/23/zweitausend-kilometer-fuer-bewegungsfreiheit-fuer-das-recht-zu-gehen-und-fuer-das-recht-zu-bleiben/ http://rlbo.blogsport.de/2011/11/23/zweitausend-kilometer-fuer-bewegungsfreiheit-fuer-das-recht-zu-gehen-und-fuer-das-recht-zu-bleiben/#comments Wed, 23 Nov 2011 11:57:07 +0000 Administrator Internationalismus/Antira http://rlbo.blogsport.de/2011/11/23/zweitausend-kilometer-fuer-bewegungsfreiheit-fuer-das-recht-zu-gehen-und-fuer-das-recht-zu-bleiben/ Am kommenden Freitag führt das Transnationale Aktionsbündnis eine Veranstaltung im Sozialen Zentrum Bochum durch. Zwei Aktivist_innen der Bamako-Dakar-Karawane berichten über ihre Erlebnisse.

Durch der arabischen Frühling und den Krieg in Lybien rückt die Lage von Flüchtlinge und Migrant_innen in Nordafrika und damit das EU-Migrationsregime mit seinen tödlichen Folgen in das Licht der Öffentlichkeit. Dazu gehört auch die weit vor die Grenzen Europas vorverlegte Migrationskontrolle. In diesem Konzept übernehmen nordafrikanische Transit-Staaten die Rolle der „Torwächter“ für die EU.

Das Besondere der Karawane war nicht allein diese politische Reise von 200 Afrikaner_innen durch Afrika, son­dern die Teilnahme von 50 Aktivist_innen aus Europa. Es waren Flüchtlinge und Migrant_innen da­bei, die das europäische Grenz-, Lager- und Abschiebe-Regime am eigenen Leib durchlebt haben und erfolgreich dagegen kämpfen konnten. Inhaltlich ging es bei der Karawane um die Situation und die Rechte von Flüchtlingen und Migrant_innen (in den Transitländern genauso wie an den Außengrenzen bzw. innerhalb der EU) sowie um die Hintergründe von Flucht und Migration (»Wir sind hier, weil Ihr unsere Länder zerstört«). Wesentliches Ziel ist der Aufbau transnationaler Kooperationen zwischen Basisinitiativen in Afrika und Europa.

A. B. und R. S. vom Transnationalen Aktionsbündnis [TAB] nahmen als Aktivist_in­nen an der Karawane teil. Sie werden über ihre Erlebnisse und dort gemachten Erfahrungen berich­ten und einen Videofilm zeigen.

Weitere Informationen zum Netzwerk Afrique-Europe-Interact und der Bamako-Dakar-Karawane findet ihr hier.

Aktuelle Informationen zur Konferenz NO BORDER LASTS FOREVER2 vom 18. bis 20. November 2011 in Frankfurt am Main könnt ihr hier einsehen.

Ab 19:00 Uhr hat für euch die EntflammBAR geöffnet und der Infoladen ‘der_notstand’ präsentiert politische Bücher und Zeitschrifte.

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Bo.: „war starts here“-Kundgebung vor BP http://rlbo.blogsport.de/2011/11/22/bo-war-starts-here-kundgebung-vor-bp/ http://rlbo.blogsport.de/2011/11/22/bo-war-starts-here-kundgebung-vor-bp/#comments Tue, 22 Nov 2011 00:30:21 +0000 Administrator Internationalismus/Antira http://rlbo.blogsport.de/2011/11/22/bo-war-starts-here-kundgebung-vor-bp/ Am vergangenen Samstag fand eine Kundgebung im Rahmen der Kampagne „war starts here“ und der Mobilisierung gegen die Afghanistan-Konferenz in Bonn statt. Circa 40 Teilnehmer_innen versammelten sich vor der Deutschland-Zentrale des transnationalen Ölkonzerns „beyond petroleum“ (BP) in Bochum, um auf die Verstrickung des Konzerns in den Irak-Krieg hinzuweisen. Darüber hinaus sollte zum internationalistischen Block auf der Demo gegen die NATO-Afghanistan-Konferenz am 3. Dezember in Bonn mobilisiert werden.

Neben verschiedenster Musik gab es zwei Reden. Die erste beschäftigte sich inhaltlich mit dem Thema BP und Irak-Krieg und wies darauf hin, dass die Ressource Erdöl für den Weltmarkt eine derartige Relevanz hat, dass sie im Irak den wichtigsten Kriegsgrund darstellte. Es wurde auch auf das gesteigerte Kriegsinteresse des BP-Konzerns im Vorfeld verwiesen und somit jenseits einer verkürzten Einzelkritik an Konzernen auf die Verknüpfung zwischen Weltmarkt und Krieg hingewiesen.

Der zweite Redebeitrag beschäftigte sich mit dem Imperialismus des 21. Jahrhunderts als Krisen- und Weltmarktimperialismus, dessen gewaltsame Politik vor allem durch die NATO als ideellen Gesamtimperialisten ausgeführt wird.

Während der Kundgebung wurden Flyer an Passant_innen verteilt, die über die Afghanistan-Konferenz, sowie das Thema BP und Irak-Krieg informierten.

Links:

WAZ-Artikel zur Kundgebung

Aufruf der RLBO nach Bonn

Aufruf zum internationalistischen Block in Bonn

Rede zu BP auf der Kundgebung:

Liebe Passantinnen und Passanten,

liebe Mitdemonstrantinnen und Mitdemonstranten,

War starts here! Nicht irgendwo weit entfernt, sondern direkt vor unsere Haustür! Und wir wollen heute klar stellen: Es gibt kein ruhiges Hinterland!

In dieser Rede möchten wir die Schnittpunkte zwischen BP und dem Irak-Krieg aufzeigen.
Im Jahre 2003 begannen die USA, Großbritannien und andere Staaten den Krieg gegen den Irak mit der Bombardierung Bagdads. Nach dem offizielle “Kriegsende” folgten bürgerkriegsähnliche Zustände, Terroranschläge, Kriegshandlungen und Gewaltkriminalität. Nicht nur die irakischen Gruppen untereinander, sondern auch westliche Besatzungstruppen waren in diese Konflikte verwickelt. Auch wenn Deutschland den Irak-Krieg nicht führte, mischte es dennoch mit. Mit Besatzungen und Flugabwehr in der Türkei, Marine am Horn von Afrika, mit Überflugrechten und Soldaten zum Schutz amerikanischer Militärbasen, unterstützte Deutschland den Angriff auf den Irak, hielt den Invasionstruppen den Rücken frei und wurde zu einem wichtigen Zulieferer für den Nachschub mit Kriegsmaterial.

Doch bereits ein Jahr vor dem eigentlichen Kriegsbeginn, begannen die USA und andere imperialistischen Staaten, den Irak als Gesamtes und seine Öl-Reserven untereinander aufzuteilen. Hier wird deutlich, dass es nicht um Massenvernichtungswaffen ging, sondern um einen kaltblütig kalkulierten Angriffskrieg. Die Suche und Vernichtung von Massenvernichtungswaffen, die dem Diktator Saddam Hussein gehörten, waren der offizielle Grund um im Irak einzumarschieren. Ganz nebenbei: Bis heute ist keine dieser Waffen gefunden worden. Bis zum heutigen Tag keine Rechtfertigung oder gar Entschuldigung von US-amerikanischer Seite. Schlimmer noch, der eigentliche Hinweis kam von einem Kriminellen, welcher jahrelang vom deutschen Bundesnachrichtendienst, mit monatlich 3000 Euro, einem Mercedes und einer kostenlosen Wohnung unbelangt blieb.

Selbst der US-Verteidigungs-Minister Leon Panetta erklärte bei seinem Einstandsbesuch im Irak unverblümt, der Grund, warum diese Soldaten hier seien, ist 9/11. Seit acht Jahren leidet der Irak unter amerikanischer Besatzung. Teile des Landes sind durch abgereichertes Uran verseucht und die Strahlung liegt bis heute, in weiten Teilen des Landes, im gesundheitsgefährdenden Bereich. Die Folgen dieses Krieges, mit gezielten Bombardements, Bodentruppen und Luftangriffen waren ca. 100.000 zivile Opfer sowie ca. 15.000 getötete Soldaten.

Im kalten Krieg hatte man die Modernisierungsdiktatur von Saddam und seiner Ba’ath-Partei im Irak noch nach Kräften unterstützt. Dies gipfelte in einem Massenmord an kurdischen Zivlist_innen durch die irakische Armee – mit deutschem Giftgas! Nach dem vorläufigen Sieg des marktwirtschaftlichen Kapitalismus bombte man dieses nun nicht mehr zeitgemäße Regime von der Bildfläche.

Den USA und Großbritannien ging es um die Sicherung des freien Zugangs zu einer der wichtigsten Ressourcen für den Weltmarkt. Die Entfernung des Regimes von Saddam Hussein im Irak, welcher in der energiepolitisch bedeutsamsten Region der Welt liegt, hat zu einer Sicherung der Ölmärkte geführt.

Einer der Kriegsprofiteure ist das britische Unternehmen BP, vor dessen Deutschland-Zentrale wir gerade stehen. Nachdem BP aufgrund des Golfkrieges 1990/91 bei Saddam Hussein in Ungnade gefallen war, hatte BP ein eigenes Interesse an dem Krieg. Bereits fünf Monate vor dem Einmarsch in den Irak im März 2003 erklärte die damalige Handelsministerin Elizabeth Symons gegenüber BP, die Regierung sei der Ansicht, britische Energiekonzerne sollten einen Anteil an den immensen irakischen Erdöl- und Erdgasreserven als Belohnung für die militärische Unterstützung der amerikanischen Pläne für einen Regimewechsel durch Tony Blair erhalten.

Auf Nachfrage erklärte BP wiederholt öffentlich, das Unternehmen verfolge im Irak „keine strategischen Interessen“. Der Vorstand forderte im selben Zusammenhang, dass nach einem Regimewechsel, gleiche Spielregeln für alle Ölfirmen im Irak herrschen sollten.
Im Nahen Osten hatte BP aufgrund schwacher Finanzlage wenig zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Dem Außenministerium selbst erklärte BP, der Irak sei „wichtiger als alles andere“.

Heute steht fest, Wirtschaftlich gehören BP und andere Kriegsprofiteure eindeutig zu den Gewinnern, sie machen einen Jahresgewinn von 658 Millionen Dollar alleine im Süden Iraks.

Für eine starke Bewegung gegen diesen und andere Kriege, ist es nötig eine klare Positionierung zu entwickeln. Es hat in Deutschland Tradition, dass sich Teile der Linken, sobald ein Krieg begonnen wurde, in den Kreis der bürgerlichen Kriegsunterstützer einreiht. Mit dem Verweis auf den Krieg als „kleineres Übel“ wird dieser oft begrüßt.

Doch auch eine undifferenzierte Haltung zu vermeintlichen Gegner_innen des westlichen Imperialismus ist fraglich. Diese Haltung betrachtet primär den Kampf gegen die Besatzung von Organisationen, wie den z.B. den Taliban und ignoriert deren tatsächlichen Charakter, der noch nie als „antiimperialistisch“ definiert werden darf. Dies führt sekundär zur Unterstützung reaktionärer Gruppen, die jeglicher gesellschaftlicher Emanzipation im Wege stehen.

Die Frage lautet also nicht, ob ein Sieg der Besatzer oder der Oppositionellen der früheren Regierung zu unterstützen ist, sondern wie der Krieg möglichst schnell beendet und die emanzipatorischen Kräfte unterstützt werden können. Nur durch ihren Widerstand, ob militant, durch Streiks oder auf andere Weise und unser Handeln im Hintergrund der Kriegsunterstützer, kann den Krieg wirklich beendet und eine neue Gesellschaft etabliert werden. Unsere Aufgabe muss es sein, gegen die Kriegsbeteiligung der BRD aktiv zu werden.

Doch die militärischen Konflikte weltweit nehmen zu. Das kapitalistische System und seine Krisenerscheinungen stützen diesen Umstand nur weiter. Diesem System, Profit zu erwirtschaften, muss alles untergeordnet werden. Die Folgen sind, imperialistische Kriege oder die Umstrukturierungen gesellschaftlicher Bereiche nach Verwertungsinteressen des Kapitals. Alternativen werden als unmöglich abgetan und ein antikommunistischer Konsens scheint Beschluss. UNMÖGLICH IST LEDIGLICH DAS LEBEN IM MOMENTANEN SYSTEM, indem die arm-reich Schere immer weiter auseinander klafft, Gesetzesverschärfungen immer weiter in der Restfreiheit beschränken und wir dabei immer weiter ins Visier des Staates geraten.

Solange es Kapitalismus gibt, werden Ausbeutung und Krieg das Handeln der Menschen und Konzerne bestimmen. Eine Gesellschaft, die auf universeller Konkurrenz beruht, bewaffnete Staatsapparate als Träger der Interessen des Weltmarkts braucht und in ihrer Krisenhaftigkeit die reaktionärsten Ideologien hervorbringt, kann nicht befriedet werden. Denn der kapitalistische Frieden bedeutet immer Krieg. Eine Gesellschaft die auf gegenseitiger Konkurrenz und kapitalistischer Verwertungslogik beruht, kann nicht gemeinschaftlich und frei sein. Daher brauchen wir die Überwindung des kapitalistischen Systems, hin zu einer befreiten Gesellschaft. Wir wollen keine verkürzte Einzelkritik großer Konzerne leisten, sondern vielmehr auf die Verknüpfungen der Kriegshandlungen im Irak mit ökonomischen Interessen aus dem Westen aufmerksam machen.

Daher fordern wir heute:

Kriege Sabotieren – Kapitalismus abschaffen!
Gewalt schwächen, Gegengewalt stärken!
Solidarität mit linken und revolutionären Kräften in Kriegsgebieten!
Für den Kommunismus – für das gute Leben!

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